Gartenerde mit Kompost in den Schwung bringen

Jede Gartenerde lässt sich mit Kompost hervorragend in den Schwung bringen.
Lehmiger Boden wird durch Kompost lockerer und wasserdurchlässiger. Dadurch wird lehmiger Boden durchlässiger. Das Wasserhaltevermögen von sandigem Boden wird höher und krümeliger. So ist Komposterde ein für alle Böden geeigneter Dünger.
Was macht Kompost so wertvoll? Wie reichern wir Kompost an? Wo steht ein Kompostplatz am besten? Was gehört in den Kompost, was nicht?

Mein Gartenleben mit Kompost

Frische Keimlinge

Als ich begann, mich mit Kompost und Humus zu beschäftigen, war ich vollkommen vom Kompost überzeugt. Das mag auf mein junges Alter zurückzuführen sein.
Gleichzeitig fehlten mir praktische Erfahrungen. Inzwischen beschäftige ich mich seit 40 Jahren mit Kompost. Im Laufe der Zeit habe ich unterschiedliche Gartenböden mit Kompost – sagen wir – verändert. Für die Bodenstruktur war es immer eine Verbesserung. Ich habe erlebt, wie lehmige Böden, in denen der Spaten beim Frühjahrsgraben feststeckte, im Lauf der Jahre lockerer wurden. Weiter habe ich gesehen, wie sandige Böden im Laufe der Zeit dunkel und nahrhafter wurden, wie die Erde beim Graben nicht zu Staub zerfiel und wie sie Wasser halten konnte. Kompost habe ich als Grunddüngung, als Kopfdüngung und zur Humusverbesserung eingesetzt. Fehlschläge habe ich auch erlebt.

Kompost – Viele Vorteile und ein paar Nachteile

Kompost bildet sich während der Zersetzung organischer Stoffe aus dem Garten oder dem Haushalt. Diese Mischung macht die Mineralien der Ausgangsstoffe verfügbar für die Pflanzen. Gleichzeitig entstehen im Laufe der Zeit Ton-Humus-Komplexe). Diese Ton-Humus-Komplexe verbessern die Bodenqualität dauerhaft.

Mineralstoffe mit dem Kompost einbringen

Die Nährstoffzusammensetzung im Kompost ist ziemlich perfekt. Langjährige Untersuchungen der Uni Rostock zeigen, dass im Kompost Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor und Kalium in ausreichendem Maße enthalten sind. Das Ergebnis hängt davon ab, was hineingemischt wird. Unterschiedliche Stoffe haben eine unterschiedliche Zusammensetzung von Kohlenstoff (C), Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Diese Mineralstoffe sind die wichtigsten Stoffe, die im Garten zugesetzt werden müssen. Auch bei einer durchgängigen Kompostdüngung kann es zu Bodenmüdigkeit kommen. Deshalb ist es empfehlenswert, Stickstoff und auch Phosphor mit dem Kompost auszubringen.

Information – Unterschiedliche Ansprüche

Obst- und Gemüsesorten haben unterschiedliche Ansprüche an die Düngerzusammensetzung.
Stickstoff unterstützt vor allem das Wachstum der Triebe und Blätter. Phosphor wird benötigt, wenn Blüten und Früchte von einer Pflanze erwartet werden.

Mit hohen Stickstoffgaben wachsen Triebe und Blätter besser und zahlreicher. Wer zu viel Stickstoff gibt, macht die Triebe und Blätter der Pflanzen gleichzeitig angreifbarer für Schädlinge. Ich habe auch gehört, dass die Lagerfähigkeit von Kartoffeln zum Beispiel mit hohen Stickstoffgaben abnimmt.

Phosphor ist in pflanzlichen Bestandteilen nicht enthalten. Das bedeutet, Phosphor (P) muss durch tierische Produkte in den Kompost- und Gartenkreislauf kommen. Andere nutzen organische oder anorganische Phosphorverbindungen. Dabei ist Phosphor sparsam einzusetzen und eine gezielte Phosphorgabe ist bei konsequent angewandter Fruchtfolge nur alle zwei bis drei Jahre nötig. Als Phosphorquelle sind folgende Güter nutzbar.

  • Knochenmehl
  • Blutmehl
  • Pferdemist
  • Guano

Pferdemist ist auch pelletiert erhältlich. Blut- und Knochenmehl werden wegen des BSE-Umlaufs hier und da abgelehnt. Der Mist von Fleischfressern kann Krankheitserreger enthalten und ist deswegen nicht einsetzbar. Üblicherweise werden Dünger in meinem Garten nicht direkt ausgebracht. Alle Dünger, die in den Boden kommen sollen, werden zunächst kompostiert. Küchen- und Gartenreste bringen nach meiner Erfahrung nicht genug Stickstoff in den Gartenkreislauf. Deshalb habe ich es mir angewöhnt, Hornspäne sowie Rinderdung als Pellet alle 10-15 cm dünn auf den Kompost zu streuen.

Kompostplatz anlegen

Gartenkompoststelle

Material für die Umrandungs des Kompostplatzes

Es gibt viele Kompostsammler. In vielen Neubausiedlungen finden sich Thermokomposter.
Sie versprechen bequemes und rasches Kompostieren. Für die übliche Gartengröße und für die Küchenreste mag das ausreichend sein. Leider ist für Gartenreste nach meiner Erfahrung in diesen Tonnen kein Platz mehr. Herbstlaub, Gartenschnitt muss dann entweder zum Häckselplatz gefahren oder separat gesammelt werden. Ach so, die Entnahmeklappe unten hat sich bei mir sehr häufig verhakt. Damit bin ich im Herbst oder Frühjahr immer nur an den Inhalt gekommen, wenn ich die Seiten aufgehakt habe. Für mich als Grobmotoriker war das stets eine große Herausforderung.

Kompostplätze aus Holz sind leicht aufzustellen. Irgendwann sind die Kompostlegen voll und es ergibt sich die Frage, wie ich an den wertvollen Kompost komme, der ja meist unten ist. Es sind also zwei Kompostlegen nötig. In einer wird gesammelt, in der anderen reift der Kompost, den ich dann von oben rausschaufeln kann. Das dauert seine Zeit, oben liegt das unfertige Zeug und unten wird es mühsam. Toll wäre es, wenn es an der Seite Möglichkeiten zum Rausschaufeln gibt. Leider weiß das der Kompost nicht und stellt sich irgendwie immer quer. Die Abstände der Bretter sind für Nagetiere kein Hindernis und laden sicher auch zu Kletterpartien ein.

Es gibt unterschiedliche Kompostbehälter aus Draht. Einmal fand ich auch einen gebogenen Behälter aus Moniereisen. Nach oben hat man kaum Grenzen. Die Herausforderung entsteht beim Entnehmen. Dünne Drahtbehälter verbiegen rasch. Ich nehme sie gern zum Sammeln von Laub im Herbst. Die Drahtabstände sind für Nagetiere durchgängig.

Als Komposter bin ich in mehreren Versuchen auf Behälter mit engmaschigem Streckmetall gekommen. Ich hoffe, dieser Aufbau hält Nagetiere ab. Eine Seite lässt sich gut aufklappen, so dass sich nichts verhakt. Sie scheinen auch stabil zu sein. Deckel gibt es auch dazu, falls es irgendwo doch viel Wind oder andere Besucher gibt. Vielleicht kann eine Seite sogar als Kompostsieb genutzt werden.

Komposter zum Erdreich befestigen

Lange Jahre habe ich den Kompost einfach auf der Erde gesammelt. Im Laufe der Zeit gab es entweder eine Kuhle, weil ich Jahr für Jahr zu tief ausgeschachtet habe, oder es gab einen Hügel, weil ich nicht tief genug geschippt habe. Betonplatten halte ich für ungünstig, denn sie halten das Wasser auf und der Kompost könnte verfaulen statt verrotten. Auf Draht lässt sich schlecht schaufeln. Deshalb eignen sich am besten Rasengitter aus Beton oder recyceltem Kunststoff. Auf diesem Rasengitter lässt sich gut schippen und im Laufe der Zeit bilden sich kaum Hügel oder Kuhlen. Die Rasengitter sind durchlässig für Regen und Kleinlebewesen. Wer diese Schicht noch mit einem mäusesicheren Drahtgewebe unterlegt, wird auch von dort kaum Nagetiere als Besucher im Kompost haben.

Der ideale Kompostplatz

Es gibt keinen idealen Kompostplatz. Die gute Nachricht ist: es gibt schlechte und ganz schlechte Kompostplätze. Idealerweise wird der Kompostplatz im Schatten angelegt.
Der Schatten kann von einem Baum oder von einem Gartenhäuschen sein. Normalerweise riecht ein Kompost nicht. Deshalb kann er auch in der Nähe des Gartenhäuschens sein.
Wenn der Kompost streng riecht, ist er in Gärung übergegangen. Dann muss die Anlage überdacht und geändert werden.

Übrigens, die Verrottung im Kompost geht sehr viel schneller, wenn das Kompostmaterial oben abgedeckt wird. Am besten ist ein lichtundurchlässiges, aber wasserdurchlässiges Material geeignet. Einige Bekannte von mir nehmen dazu alte Teppiche. Wenn es nach oben dunkel ist, kommen Regenwürmer und Kleinlebewesen weiter nach oben.

Eine pfiffige Variante ist es auch den Kompost nach oben mit Rasenschnitt abzudecken, wenn der Kompostplatz gefüllt ist. Meistens gibt es kein sinnvolles Timing dafür.

In regenreichen Jahren ist eine undurchlässige Schicht nach oben empfehlenswert, weil der Kompost sonst verfault. Sind die Jahre trocken, bilden sich im Kompost Pilze. Es hilft, zu gießen. Wer zum gießen Pflanzenjauche nutzt, setzt gleich Nährstoffe zu.

Kompost sammeln

Würmer im Gartenkompost

Futter für den Kompost

In den Kompost kommen folgende Dinge

  • Krautige Gartenreste, unreife Unkräuter, Rasenschnitt, Gemüseabfälle
  • Holzige Gartenreste wie Strauchschnitt oder Baumschnitt
  • Laub der Bäume im Herbst
  • Rohe Küchenabfälle, Kartoffelschalen usw.
  • Holzasche
  • reifer Kompost

Krautige Pflanzenteile und holzige Pflanzenteile müssen gemischt werden. Leider fallen die verschiedenen Materialien zu unterschiedlichen Zeiten an. Deshalb ist es manchmal gut, sich Kompost, Holzhäcksel etwas separat zwischenzulagern und bei Bedarf auf den Kompost zu bringen. Wer nur Krautiges kompostiert oder nur Küchenabfälle kompostiert, den Kompost noch fast luftdicht abschließt, bekommt oft Fäulnis. Der Kompostplatz ist besser gut belüftet, dann bildet sich wenig Gärung.

Flächenkompostierung

Sollte der Kompostplatz im Herbst schon gut gefüllt sein, ist oft noch Rasenschnitt und Laub übrig. In diesen Fällen können Laub und Rasenschnitt zum einen als Herbstmulch unter den Sträuchern und Bäumen genutzt werden. Eine andere Möglichkeit ist die Flächenkompostierung.

Information

Meist mulche ich die freien Flächen im Herbst mit Herbstlaub und Rasenschnitt.
Dadurch vermeide ich Verstecke von Tieren unter der dicken Kompostfläche.
Weiter ist das Material bis zur Aussaat im Frühjahr wirklich zersetzt und kann leicht mit dem Grubber eingearbeitet werden.

Kompost reifen lassen

Egal, ob der Kompost in der Miete oder auf der Fläche reift, der Vorgang braucht Zeit. In Thermokompostern soll der Kompost in einigen Wochen reifen, In einer Miete – dem klassischen Kompostplatz – sind ein paar Monate Geduld nötig. In einem günstigen Jahr ist der Kompost vom Frühjahr zum Herbst reif und kann ausgebracht werden. In der Flächenkompostierung über den Winter ist der Kompost bei milden Temperaturen zum Frühjahr fertig.

Kompostbeschleuniger und Thermokomposter

Im Handel gibt es Kompostbeschleuniger. Diese Mittel werden nach 20 – 25 Zentimetern dünn auf den Kompost gestreut. Dadurch steigt die Temperatur im Komposthaufen und die Kleinlebewesen arbeiten schneller. Lebewesen, denen es in der Mitte zu heiß wird, ziehen in äußere Bereiche um und unterstützen dort die Zersetzung.

Wer Kompost vom Vorjahr hat, kann in diesen Abständen eine 3-5 Zentimeter starke Schicht auf den Kompost geben. Auch damit wird der diesjährige Kompost geimpft. Wer zu viel Material hat oder wenn der Kompost des Vorjahres ausgegeangen ist, kann die erhältlichen Mittel einsetzen. Wer gerade Kompostbeschleuniger oder Reifekompost einstreut, kann auch mit Pflanzenjauche aus Brennnessel, Beinwell, Ackerschachtelhalm oder Rainfarn gießen. Alternativ können auch Gesteinsmehl, Knochenmehl, Blutmehl, Hornspäne oder Pellets von Rinderdung eingestreut werden.

Ein anderes Verfahren zur Beschleunigung der Zersetzung im Kompost ist mit Mitteln aus dem Haushalt leicht zuzubereiten. Dazu sind folgende Zutaten aus der Küche für Kompostbeschleuniger nötig:

  • 500 Gramm Joghurt
  • 1 Würfel Backhefe
  • 200 Gramm Zucker
  • 10 Liter Wasser

Zur Zubereitung ist ein warmer Tag besser geeignet als kaltes Wetter. Die Zutaten werden auf Raumtemperatur gebracht und zunächst mit einem Liter Wasser gemischt. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, und die Gärung beginnt, werden Hefe und Joghurt zunzugefügt. Diese Mischung wird in einer Gießkanne mit 10 Liter Wasser vermischt. Wenn die Kleinlebewesen aus der Mischung ein paar Stunden Zeit hatten sich zu vermehren, wird dieser Ansatz über den Kompost gegeben.

Information

Hand aufs Herz: Die besten Ergebnisse – und das muskelschonendste Verfahren – ist die Nutzung der handelsüblichen Kompostturbos.
Anderseits spart das Erde schaufeln ja einmal Muckibude.

Nicht kompostieren

Der Kompostplatz ist zwar kein Abfallplatz. Aber im Laufe der Zeit sammelt sich doch etwas an. Beim Sieben des Komposts hilft es, die Überbleibsel in extra zu sammeln und dann in den betreffenden Sammelbehälter zu geben. Auf jeden Fall gehören diese Dinge nicht in den Kompost

  • Gekochte oder geräucherte Essensreste – sie ziehen Aasfresser an
  • Wurzelunkräuter oder Kräuter mit Samen – falls die Wurzeln nicht verrotten, verteilen sie sich beim Ausbringen bestens über den gesamten Garten
  • Pflanzenreste aus belasteter Umgebung – Straßenlaub ist deshalb ungeeignet.
  • Metalle, Plastikteile, Steine – sie verroten nicht, aber es ist möglich weitreichende Studien über deren Halbwertszeit in der Rotte zu beginnen
  • Grillasche
Warnung –
Mitesser aussperren – Kompostplatz sichern

In allen Siedlungen gibt es Tiere, die sich gern am Kompost bedienen.
Es wird sich nicht vollkommen vermeiden lassen, dass sie sich an den Resten bedienen.
Gleichzeitig gibt es gute Möglichkeiten, ihnen den Zugang zu erschweren.
Dazu gehört nach unten ein mäusesicheres Netz.
Zur Seite halte ich engmaschige Drahtgeflechte für gut.

Kompost ausbringen

Frischer Kompost

Kompost zur Düngung nutzen

Die Verrottung des Komposts durchläuft diese verschiedenen Phasen.

  • Vorrotte
  • Hauptrotte
  • Nachrotte

Im Anschluss an die Nachrotte kann der Kompost ausgebracht werden. Je nach Beetart und je nach Ausgangsmaterial muss der Kompost vor dem Verteilen gesiebt werden. Als Kompost für Sträucher und Büsche kann das Sieben entfallen, für Blumenbeete und im Gemüseanbau ist gesiebter Kompost besser geeignet. Die groben und restlichen Kompostbestandteile können für den neuen Kompost verwendet werden.

Kompost kann während des ganzen Jahres als Dünger genutzt werden. Die Hauptzeit zur Düngung liegt jedoch im Frühjahr. Dazu wird der gesiebte Kompost auf das vorbereitete Beet ausgebracht und leicht eingeharkt. Der Kompost ist besser für die Pflanzen verfügbar, wenn er in der Oberfläche ist. Ein tiefes Einhacken oder Eingrubbern hilft den Pflanzen nicht.

Pflanzentyp Kompost je m² Beispiel
Starkzehrer 6 Liter Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Paprika
Mittelzehrer max. 3 Liter Salat, Erdbeeren, Zwiebeln
Schwachzehrer max. 1 Liter oder Mulch Beerensträucher, Erbsen, Bohnen, Feldsalat
Blumengarten 1 Drittel Balkonkästen oder Blumentöpfe

In Balkonkästen wird die Erde zu je einem Drittel aus Kompost, Gartenerde und Sand gemischt. Für das Blumenbeet orientiere ich mich an den Angaben für Mittelzehrer.

Puren Kompost nutzen

Wenn ich Tomaten oder Paprika in einem Gewächshaus anpflanze, nehme ich für das Pflanzloch auch puren Kompost. Dafür rechne ich mit fünf Litern Kompost pro Pflanze. Wenn ich ein Hochbeet oder ein Hügelbeet aufsetze, gebe ich über das Strauchwerk groben Kompost. In diesem Fall sind im ersten Jahr Starkzehrer zu pflanzen. Blattgemüse kommen erst im zweiten Jahr auf das Hoch- oder Hügelbeet, damit sich kein Stickstoff in den Blättern anreichert.

Mulchen mit grobem Kompost

Nicht für alle Einsatzzwecke ist fein gesiebter Kompost erforderlich. Für Beerensträucher und Obstbäume streue ich zum Herbst oder im Frühjahr ungesiebten Kompost dünn auf die Baumscheibe. Dieser Kompost wird üblicherweise mit Rasenschnitt oder Laub abgedeckt. Als Alternative sind auch Häcksel aus Gartenabfällen möglich.

Beete zur Kompostversorgung einteilen

Die Kompostwirtschaft hat aus meiner Sicht zwei Grundregeln

  1. Es gibt zu wenig Kompost.
  2. Es gibt zu wenig Kompostmieten.

Damit der Kompost besser auf den Bedarf der Pflanzen abgestimmt werden kann, ist die Einteilung der Beete gut geeignet. Ein Viertel der Beete wird mit Starkzehrern bepflanzt.
Das zweite Viertel wird mit Mittelzehrern genutzt. Auf dem dritten Viertel werden Schwachzehrer angebaut. Und das letzte Viertel wird nicht bestellt und kann sich ausruhen. Schließlich wird das fünfte Viertel (kleiner Spaß) für Obstbäume, Beerensträucher und Blumen verwendet. Diese Einteilung ergibt im Gemüsegarten folgende Teile für Kompostnutzung bei der Nutzung der Vier-Felder-Regel. Mit dieser Tabelle kann die Planung für den Kompostverbrauch besser überschlagen werden.

Pflanzentyp Düngungsvariante I Düngungsvariante II
Starkzehrer Zwei Drittel 60 Prozent
Mittelzehrer Ein Drittel 30 Prozent
Schwachzehrer Mulchung 10 Prozent
Brache Gründungung

Wenn der Kompost nicht reicht, kann im kommunalen Kompostwerk Nachschub geholt werden. Nach meiner Erfahrung ist die Qualität des dort angebotenen Komposts unter der von Gartenkomost.

Ein Brachejahr zu Beginn

Wer einen Garten neu anlegt oder wenn sich über die Jahre Bodenmüdigkeit eingestellt hat, ist es gut mit einem Brachejahr zu beginnen. Dazu wird die geplante Fläche umgegraben. Dabei fällt meist genug Material für den Kompost an. Rasensoden können kompostiert werden, die Erde und die Pflanzenmasse können mit organischen Düngern [während der Kompostierung] (https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/pflanze/grundlagen-pflanzenbau/duengung/organische-handelsduenger/) angereichert werden. Bis diese Stücke verrottet sind, ist mit zwei Jahren Reifung zu rechnen. Das gegrabene Stück wird mit Gründungung versehen. Dazu nehme ich gern Persischen Klee. Diese Gründungungspflanze lockert den Boden durch Pfahlwurzeln, bietet Insekten Futter und friert im Herbst selbst ab und gibt damit eine Mulchschicht.

Klee, Luzerne, Lupinen oder Senf können ebenfalls als Gründungung genutzt werden. Diese Pflanzen geben dann Nachschub für den nächsten Kompost. Falls möglich kann mit kommunalem Kompost schon gemulcht werden, bevor die Gründungung eingebracht wird, denn der Boden am Ort hat sehr wahrscheinlich noch keine Humusschicht. Danach wird das Gartenstück nun in die Einteilung für Stark-, Mittel- und Schwachzehrer1 vorgesehen.


  1. Je nach Bedarf 

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Quellennachweis

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  • Er arbeitet gern im Garten. Manche sagen, er ist ein Gartenanhänger, aber der Wortwitz wäre zu abgedroschen. Vor allem schneidet er gern Obst- oder Ziergehölz.
    Seit vielen Jahren wohnt er in einem Haus und Essen gehört zu seiner täglichen Routine.
    Und er interessiert sich für Dinge, die in- und außerhalb des Gehöfts passieren.

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