Beet vorbereiten, Werkzeug bereitstellen und Gemüse säen

Beim Gemüse säen geht es ausnahmsweise nicht um die Wurst. Mit einer Checkliste zum Vorbereiten des Beets und mit dem Bereitstellen des passenden Werkzeug geht das Säen von Gemüse flott von der Hand. Hier ist die Checkliste und noch ein paar unbedeutende Tipps fürs Gemüse säen.

Anbauplan fürs Jahr – Was kommt wohin und wenn ja wann?

Meist mache ich mir einen Plan für den Gemüsegarten. Dann weiß ich, wann ich Spinat säen will. Der Anbauplan für 2022 ist auf der Seite https://haus-hof-garten-teller.de/anbauplan-2022/ zu finden.

Gemüse säen – Der Masterplan

Allgemein ist der Ablauf beim der Aussaat so:

1. Beet vorbereiten

  1. Das Saatbeet wird geebnet. Falls es im Herbst nicht zum Graben gereicht hat, muss man das nun nachholen. Dabei reicht die Grabegabel. Dabei gehe ich zunächst mit dem Grubber schräg (diagonal) zweimal über das Saatbeet.
  2. Mit der Harke (Rechen) werden nun die Hügel wieder eingeebnet. Sind noch Erdklumpen da – wie in lehmreichen Gegenden üblich – müssen die zerbröckelt werden.
  3. Schließlich wird die Beetbreite abgemessen. Dafür zeigt sich 1,20 Meter als gutes Maß, weil die Beete gut erreichbar sind und nicht zu viel Gartenfläche für Wege übrig bleibt. Als Wegbreite sind zwei Fußbreit das übliche Maß. Manche nehmen auch eine Fußlänge.

2. Reihen ziehen

  1. Die Pflanzschnur wird parallel zum Weg abgesteckt, um die erste Reihe zu markieren.
  2. Mit dem Pflanzholz (Setzholz) oder mit dem Harkenstiel wird die erste Reihe gezogen. Mutige – oder übermütige – Menschen ziehen die nächsten Reihen freihändig. Bei mir ergibt das Reihen, die nicht direkt parallel sind.
  3. Wer sich unsicher ist, kann die Tiefe nachmessen. Aber die Saatreihe muss nicht an jeder Stelle gleich tief sein.
  4. Ein Reihenzieher (Rillenzieher) ist ideal. Eines mit 60 Zentimetern Breite reicht aus. Die Scharen werden eingestellt und es wird einmal über das Beet gezogen. Schon sind drei oder vier Reihen fertig. Wer noch weitere Reihen braucht, nimmt die letzte Reihe aus dem vorherigen "Zug" als Maß und setzt dort die erste Schar an.

3. Samenkörner säen

  1. Ein paar Samen werden aus der Tüte in die Hand geschüttet und dann wird gemäß Pflanzabstand ein Samenkorn gelegt.
  2. Es gibt Hilfsmittel zum Säen. Manche nehmen eine Sämaschine. Andere nutzen kleine handliche Samenstreuer. Sie werden im Internet als "samenspender garten" gefunden.

4. Saatreihe schließen

  1. Wenn alle Samenkörner gelegt sind, wird die Saatrille mit der Harke geschlossen. Dazu wird die Erde wieder locker in die Rille geschoben.
  2. Damit die Saatkörner festen Kontakt zum Erdreich haben, wird mit dem Harkenrücken die Erde entlang der Saatrille festgedrückt.
  3. Falls die Erde trocken sein sollte, wird gegossen.

5. Reihen markieren

  1. Die meisten Menschen vergessen rasch, wo die Saatreihen sind. Wer nun Vögel anheuert, um die Saatkörner zu finden, würde das Kind mit dem Bade ausschütten.
  2. Deshalb hat es sich bewährt, die Saatreihen zu markieren. Am besten jede einzelne Reihe. Damit Bei-, Wild- oder Unkraut, das zwischen Aussaat und Auflaufen sprießt einfach entfernt werden kann. Dann reißt man auch nicht die jungen Pflanzen aus.
  3. Dazu stecke ich an jedes Ende einer Reihe ein dünnes Stück Holz, das sich meist in jedem Garten findet. Ästhetinnen haben die Qual der Wahl. Da gibt es die fantastischsten Dinge.
  4. Sollte das Samentütchen wirklich nach dem Säen leer sein, stecke ich das auch dazu, dann weiß ich auch, was eingesät wurde.
Information
Vielleicht würde ich einen Schaschlickspieß und einen Weinkorken nehmen. Die könnten auch im nächsten Jahr noch verwendet werden und sie fallen mehr auf.

Gemüse säen – Abstände, Keimtemperatur, Keimdauer, Samenmenge

Auf einem Beet von 1,20 Meter Breite soll Spinat gesät werden.
Die Seite Anbau Spinat – garteln.info gibt alle Angaben, die zur Beetplanung gebraucht werden.

1. Ist die Zeit günstig?

Ab Ende Februar kann ich mit Temperaturen rechnen, die Spinat zur Keimung bringen. Wer länger wartet, wird sehen, wie schnell schießen kann. Dann wird er bitter und kann mit ein wenig Glück noch beim Hühnerzüchtenden Nachbarn untergebracht werden. Zur Not müsste man dem Nachbarn noch was in die Hand drücken.

2. Wie tief muss die Saatreihe sein?

Spinat ist ein Dunkelkeimer und die Reihen sollen zwei Zentimeter tief sein.

3. Sind die Samen schon weggepickt oder kommen sie noch?

Die Faustregel heißt: Je kälter es ist, desto länger dauert die Keimung. Zur Keimung brauchen Samen Feuchtigkeit. – Nicht so viel: Ich habe nicht von einem Moorbeet geschrieben. – Sollte die Erde trocken sein, reicht es, sie nach der Aussaat zu brausen. Da ist die Gießkanne besser als der Wasserschlauch.

Information Bei fünf Grad kann die Keimdauer auch 23 Tage sein. Geduld ist angesagt.

4. Wie viel Reihen passen auf das Standardbeet?

Rechnerisch könnten wir sechs Reihen auf 1,20 Meter anlegen. Aber dann sind die erste und letzte Reihe auf der Beetgrenze. Also nehme ich eine Reihe weniger und komme auf fünf Reihen Spinat.

5. Wie viel Körner brauche ich für einen Meter Beet?

Pro Meter Saatrille und einem Abstand von zehn Zentimetern werden 10 Körner gelegt. Bei fünf Reihen pro Meter werden 50 Körner benötigt. Spinat hat eine Kornzahl (Körner pro Gramm) von durchschnittlich 300. Ein Gramm Spinatsamen mit dieser Kornzahl reicht bei diesem Abstand für sechs Meter Beet.
Wer dichter sät, hat kleinere Pflanzen, wer mehr Abstand nimmt, verschenkt Beetfläche und lässt Platz für das Unkraut, das dann zwischen den Spinatpflanzen wächst.

InformationAm Stiel meines Grubbers habe ich mir Kerben im Abstand von fünf Zentimetern gesägt. Dann muss ich nicht mit dem Zollstock durch den Garten rennen.

Gartenwerkzeuge für die Gemüseaussaat

  1. evtl. Grabegabel
  2. Grubber
  3. Harke oder Rechen
  4. Zollstock
  5. Pflanzschnur
  6. Pflanzholz oder Setzholz
  7. oder Reihenzieher
  8. Samenstreuer für Kleinstmengen
  9. Gießkanne

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Quellennachweis

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Haus Hof Garten Teller
  • Haus Hof Garten Teller
  • Er arbeitet gern im Garten. Manche sagen, er ist ein Gartenanhänger, aber der Wortwitz wäre zu abgedroschen. Vor allem schneidet er gern Obst- oder Ziergehölz.
    Seit vielen Jahren wohnt er in einem Haus und Essen gehört zu seiner täglichen Routine.
    Und er interessiert sich für Dinge, die in- und außerhalb des Gehöfts passieren.

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